Allgemein Kampfsport

7. La Familia Fightnight

Written by Sportfotos Halle

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Ein wahres Kämpferherz zeigt, wer sich von Rückschlägen nicht ausknocken lässt und stattdessen mit voller Überzeugung weiterhin alles für seine Ziele gibt. Das gelang dem La Familia Fightclub eindrucksvoll mit der 7. La Familia Fightnight. Als kurzfristig Showact Kontra K krankheitsbedingt absagen musste, ließen sich die Organisatoren des mehrfach preisgekrönten Kampfsport-Events nicht aus der Ruhe bringen und präsentierten einer prall gefüllten Erdgas-Sportarena – nicht nur „trotzdem“, sondern gerade deshalb – eine Fightnight der Spitzenklasse. Das war die 7. La Familia Fightnight.

1. Mule Marei Eckhoff (Hanse Gym Hamburg) – Viviane Kuhlmann (La Familia Fightclub Halle)

Die Fightnight begann sofort mit einem Highlight für die „La Familia“-Familie: Mit Viviane Kuhlmann trat gleich zu Beginn eine Kämpferin des eigenen Clubs in den Ring und gab von der ersten Sekunde an Vollgas. Kuhlmann ließ ihrer Kontrahentin aus dem Hanse Gym Hamburg in Runde eins keine einzige Sekunde zum Durchatmen und gönnte sich dabei selbst auf beeindruckende Weise ebenfalls keine Pause. Schließlich warf das Trainerteam von Mule Marei Eckhoff während der zweiten Runde das Handtuch und Kuhlmann holte den ersten Sieg an diesem Abend für den La Familia Fightclub.

 

 

2.Marian Omar Lewin (Boxtempel Berlin) – Daniel Jung (Boxclub Chemnitz 94)


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Mit Marian Omar Lewin trat bereits im zweiten Kampf ein Mitglied des Boxtempels Berlin in den Ring, der im Laufe des Abends noch zwei weitere Kämpfer stellen sollte. Die erste Runde gegen Daniel Jung blieb zunächst relativ ausgeglichen. Beide Kämpfer hatten jeweils einmal kurze Schwierigkeiten sich auf den Beinen zu halten. Die zweite Runde brachte dann fast die Entscheidung, als erst Lewin durch den Ring taumelte, dann aber zurückschlug und Jung zum Anzählen brachte. Der Kampf ging aber dennoch in die 3. Runde. Dort gaben beide Kämpfer noch mal Vollgas, am Ende blutete Jung über dem Kopf und Lewins Auge war sichtbar blau. Nach Punkten siegte schließlich dennoch der Chemnitzer in einem Kampf, der keinen Sieger verdient hätte.

 

 

 

3. Rafal Jastrzebski (Fightclub Lukow) – Sascha Valentic (Gym Ardalan)

Kampf drei offenbarte erst in der zweiten Runde seinen Charakter. Begann Valentic für seine Masse ungewöhnlich zaghaft, kam dann zum Ende von Runde eins langsam mehr. Im zweiten Durchgang zeigte sich dann allerdings die Taktik dahinter: Jastrzebski, der zuvor viel Energie investiert hatte, war erschöpft, nagte zudem an den zahlreichen und konsequenten Lowkicks von Valentic und ging schließlich kurz vor Ende der zweiten Runde K.O.. Eine clevere Kampfstrategie.

 

 

4. Max Zander (Tiger Sportakademie Esslingen) – Nick Grundmann (La Familia Fightclub Halle)

Auch der zweite La Familia-Kämpfer des Abends zeigte einen großartigen Fight. In der ersten Runde war der Kampf zwischen Max Zander und Nick Grundmann noch recht offen, beide setzten gute Treffer ohne sich allerdings klar als Favorit zu positionieren. Auch in Runde 2 und 3 konnte kein klarer Sieger ausgemacht werden, Grundmann wirkte jedoch insgesamt etwas treffsicherer. Am Ende gingen zwei sichtlich erschöpfte Boxer ohne Knockout, aber mit viel Respekt vor der Leistung des Gegenübers aus dem Kampf, die Ringrichter entschieden sich einstimmig für Grundmann als Sieger, der damit den zweiten Sieg für La Familia an diesem Abend sicherte.

 

 

5. Murat Yilmaz (Boxtempel Berlin) – Denis Ademi (Team Pankraz)

Der Berliner Yilmaz gab sofort Vollgas und traf Ademi bereits nach wenigen Sekunden mit dem Knie so schwer an der Nase, dass dieser bereits angezählt wurde. Auch in den folgenden beiden Runden schenkten sich beide Kämpfer dann nichts und brachten den jeweils anderen immer wieder nah an den Knockout, nur um dann beide noch aggressiver zurückzuschlagen. Kaum zu glauben, dass dieser Kampf ohne Knockout ausging, am Ende entschieden sich die Ringrichter einstimmig für Yilmaz als Sieger.

 

6. Steven Amthor (Fightsport Gera) – Theo Weiland (La Familia Fightclub Halle)

Ein absolutes Highlight des Abends weil rund 120 Fans vom HFC, Rot-Weiß Erfurt und Lok Leipzig den Lokalmatador Weiland schon vor dem Kampf beim Einlaufen fanatisch feierten. Und der junge Erfurter lieferte: Gleich in der ersten Runde ließ er Amthor keine Luft und beendete den Kampf mit einer Knie-Lowkick-Folge nach weniger als zwei Minuten frühzeitig per Knockout. Die Halle explodierte daraufhin förmlich und Weiland konnte sich zu Recht feiern lassen.

 

 

7. Christian Albrecht (La Familia Fightclub Halle) – Martin Rach (Sportschule Badura)

Rückkehrer Christian Albrecht gab hochmotiviert von Anfang an Vollgas und landete auch immer wieder dicke Treffer beim Gegner. Dabei vernachlässigte er aber immer wieder die Deckung, was Kontrahent Rach zu zahlreichen offenen Schlägen einlud. Trotzdem fightete sich „Albi“ durch alle drei Runden und der Kampf endete, trotz eines massiv lädierten Auges von Albrecht, unentschieden.

 

 

8. Kamran Aminzadeh (Team Ardalan) – Kai Durak (La Familia Fightclub Erfurt)

Mit Kai Durak trat in Kampf acht erstmals ein Mitglied des La Familia Fightclubs aus Erfurt in den Ring. Das optisch ungleiche Duell mit Kamran Aminzadeh zeigte sich interessanter und offener als zunächst angenommen. Der deutlich größere Durak versuchte den deutlich kleineren und bulligeren Aminzadeh aus der Distanz mürbe zu machen, doch der zeigte nicht nur eine interessante Deckungsarbeit, sondern teilte auch immer wieder deftig aus. Am Ende zollten die Ringrichter dem sichtbaren Vorteil Duraks jedoch Tribut und kürten ihn mit 2:1-Stimmen zum Sieger.

 

 

9. Max Birkner (La Familia Fightclub Halle) – Michael Michniki

Mit Max Birkner trat der nächste Lokalmatador aus Halle in den Ring und gab von Anfang an Gas. Gegen den Polen Michael Michniki spielte „Maximus“ vornehmlich seine Schnelligkeit aus und bearbeitete den Gegner von der ersten Runde an. In der zweiten Runde schlug Birkner Michniki dann so einen heftigen Cut über dem Auge, dass der Ringarzt den Kampf vorsorglich abbrach. Danach dankte Birkner mit einer emotionalen und bejubelten Rede seinen Fans und Unterstützern.

 

10. Marcin Bandel (Zenith Vera Fightclub/La Familia Fightclub) – Arber Murati (Warriors Verona)

Keine halbe Minute dauerte der einzige MMA-Kampf des Abends zwischen den beiden hochdekorierten Kontrahenten, als der ehemalige UFC-Kämpfer Bandel schließlich Murati das Bein im Bodenkampf so überdehnte, dass er nach nur wenigen Sekunden als Sieger den Ring verließ. Murati konnte den Ring danach kaum verlassen, Bandel erkundigte sich als fairer Sportsmann vor der Pokalübergabe erst einmal ausgiebig über das Wohlbefinden seines geschlagenen Gegners.

 

 

11. Leo Zulic (University of Fighting) – Leo Bönninger (Galaxy Gym Regensburg)

Der Größenunterschied von 16cm war kaum zu bemerken, als beide Leos sich im Kampf über volle drei Runden duellierten. Zulic drehte sich dabei immer wieder in Bönniger hinein und brachte ihn damit mehrfach zu Fall. Dafür landete Bönninger die besseren Treffer und sicherte sich am Ende einstimmig den Sieg nach Punkten.

 

 

12. Enrico Rogge (Boxtempel Berlin) – Marek Ljatschinskij (La Familia Fightclub Erfurt)

Ein äußerst respektvoller Kampf zwischen dem Karatechampion Rogge und dem erfahrenen Ljatschinskij. Während sich der Ljatschinskij darauf beschränkte, den gefährlichen Kicks nicht in die Falle zu laufen, vergaß er dabei jedoch etwas die eigene Angriffsarbeit, weshalb die Ringrichter Rogge am Ende einstimmig zum Sieger kührten.

 

 

13. John Kallenbach (Invictus Saalfeld) – Berat Aliu (Chorakee-Gym Trier)

Der Topkampf des Abends ging schließlich noch einmal über volle fünf Runden und zeigte einen beeindruckenden Kraftakt beider Kämpfer. John Kallenbach, der sich vor dem Kampf auch im La Familia Fightclub fitgehalten hatte, hatte es in Berat Aliu mit einem giftigen, immer brandgefährlichen Kontrahenten zu tun, der sich immer wieder seinen Angriffen entziehen konnte und Kallenbach stattdessen regelmäßig in die Ringecken drängte und dort gewaltig unter Druck setzte. So konnte Kallenbach seinen WFCA-Titel am Ende nicht verteidigen. Berat Aliu gewann schlussendlich einstimmig nach Punkten und nahm den Gürtel mit nach Trier.

 

 

 


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